Konzept

Vom individualisierten Lernen zum neuen Konzept

Erdgeschoss des Neubaus: Der Wir-Raum als zentrale Begegnungsstätte

Erdgeschoss des Neubaus: Der Wir-Raum als zentrale Begegnungsstätte

Wenn nach den Sommerferien im Schuljahr 2016/ 17 die Clenzer Grundschule ihre Pforten wieder öffnet, werden etwa 160 Schüler einen neuen Lernort betreten: Wie ein Handschuh wird sich das neue Schulgebäude um das Konzept der Grundschule schmiegen. An den Wir-Raum, der die ankommenden Schüler, Lehrer und Gäste willkommen heißen und als Aula und Veranstaltungsort dienen wird, schließen sich zwei Lernlandschaften im Erdgeschoss und zwei im ersten Stock an.
Alle Lernlandschaften, auch die beiden im Obergeschoss des Neubaus, bestehen aus der namensgebenden Lernlandschaft, einem großen Raum, in dem jeder der etwa 40 Schüler und die beiden Pädagogen einer Lerngruppe einen persönlichen Arbeitsplatz haben. Hier wird in Flüsterkultur individuell gearbeitet. Die Vermittlung von Wissen erfolgt auch in den beiden angegliederten kleineren Arbeitsräumen. Hier kann in kleineren Gruppen gelernt werden. Einer der beiden kleineren Räume wird auch eine kleine Küche haben. Jede der vier Gruppen hat ihre eigene Garderobe, ihre eigenen Toiletten. „Wie eine Wohnung“, findet Schulleiterin Ilka Wilke.
Seit 2009 wird an der Astrid-Lindgren-Schule individualisiert unterrichtet. Das heißt, dass jedes Kind seinem Wissensstand entsprechend gefordert und gefördert wird. Diese Art des Unterrichts funktioniert gut, denn so bleibt kein Kind auf der Strecke. Auch im Neubau stehen das individualisierte Lernen und das Unterrichten von Kindern und nicht von Fächern weiterhin im Vordergrund: „Die verschiedenen Arbeitsformen, die das individualisierte Lernen mit sich bringt – Stillarbeitsphasen im Tages- und Wochenplan, kooperative Arbeitsformen, frontale Phasen – stellen für Lehrkräfte und Kinder eine echte Herausforderung dar“ erklärt Ilka Wilke. Mit der Möglichkeit, dass zwei Lehrkräfte in einer Lerngruppe arbeiten und durch die getrennten Räumlichkeiten unterschiedliche Arbeitsformen anbieten können, wird diese Art des Unterrichts einfacher umzusetzen sein.

Individualisiertes Lernen:  Auch im Obergeschoss wird es zwei Lernlandschaften geben.

Individualisiertes Lernen:
Auch im Obergeschoss wird es zwei Lernlandschaften geben.

Im Deutsch-, Mathe und Sachunterricht wird eine Lehrkraft in der Lernlandschaft als Ansprechpartner für die Stillarbeit anwesend sein. In den kleineren Räumen werden die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen, die nach den individuellen Kompetenzen der Schüler zusammengestellt werden, unterrichtet. „In einer Klasse mit 40 Kindern wird es uns leichtfallen, Gruppen zu bilden, die ein gemeinsames Niveau haben“, sagt Ilka Wilke.
Fachunterricht wie Werken, Musik, Sport oder Sachkunde wird im Regelfall in Halbgruppen in den Fach- oder Gruppenräumen erteilt werden.

Die Etablierung dieses Unterrichtskonzepts stellt für die Lehrkräfte die logische Konsequenz und Weiterentwicklung ihrer bisherigen Arbeitsweise dar.