Sturmgebremst, dennoch im Zeitplan

Seit der Frühling eingezogen ist, geht es auf der Baustelle zügig voran

Dömeln breit

„Rödeln“ heißt das Verbinden der vielen dicken Stahldrähte, die sich im Gußbeton einer Baustelle verbergen. Damit die aus Beton gegossenen Bauteile in sich stabil sind, bekommen sie ein Gerüst aus Stahl. Die Arbeiter der Firma SBI haben jedes einzelne Stahlteil mittels dünnerem Draht und Zange „ver-rödelt“.

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Die überstehenden Reste liegen überall auf dem Fußboden und der fertig gegossenen Decke des Erdgeschosses herum. Auch in der Verschalung der Erdgeschossdecke des Nordflügels liegen Tausende und Abertausende der kleinen Drahtschnipsel. Vor dem nächsten Arbeitsschritt werden sie mit Druckluft zusammengefegt und entfernt. „Denn wenn wir sie in den Verschalungen liegen sie nachher in der Decke und sind von unten zu sehen“ erklärt Ralf Pohlmann.

Die Baustelle liegt im Zeitplan – was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass das Wetter der letzten Wochen und Monate kein Bauherrenwetter war. Erst die vielen Frostnächte, nun hat der Wind die Bauarbeiten behindert. „Der Kran hat einen Windsensor“, sagt Architekt Pohlmann, „der fährt ab einer bestimmten Windstärke einfach nicht mehr“. Doch nun ist es trocken und die Temperaturen liegen auch Nachts über Null, es gibt keine Wetterprobleme. Heute noch werden die Erdgeschossdecke des Nordflügels und die große Treppe, die aus dem „Wir-Raum“ auf die Empore führen wird, gegossen. „Der Einschaler baut quasi ein Negativ“ erklärt Ralf Pohlmann. Wird dieses mit Beton gefüllt, entsteht die endgültige Form.

Anfang Mai wird der Holzrahmenbauer aus dem sächsischen Hirschfeld kommen und die Fassade ausmessen. Dann kommen ein zweiter Kran und die großen Holzrahmenteile auf die Baustelle. Sie werden auf die Fassade montiert und dienen später als Grundlage für die bunte charakteristische Holzverkleidung der Schule.

Wo jetzt noch große Schlammlöcher und Sandwüste sind, sollen um die Schule herum später Büsche und Bäume wachsen. Die Firma Fielmann hat sich bereit erklärt, alle Bäume, die für die Neubepflanzung des Schulgebäudes benötigt werden zu bezahlen. Das freut auch die Lehrkräfte: „Schatten ist im Sommer ein wichtiger Punkt auf dem Schulhof“ weiß die stellvertetende Schulleiterin Christina Ahrens.

Die Samtgemeinde lässt zur Dokumentation des Projektes einen kleinen Dokumentarfilm von der einheimischen Filmemacherin Hannah Rosa Ziegler machen – die Firma FSB, die das Schließsystem für die neue Schule, aber auch Tür- und Fenstergriffe liefert, spendet dafür 500, – Euro. Solche Spenden sind wichtige Beiträge und erlauben kleine Extras, die vom normalen Budget nicht abgedeckt sind.