Pläne und Steine

pflasterVor Kurzem war der Landschaftsgärtner mal wieder im Kiefener Architektenbüro, um die aktuellen Planungen vorzustellen: Über eine geeignete Art des Pflasters für die geschwungenen Wege auf dem Schulgelände wurde erneut nachgedacht. Wichtig ist, dass auch Rollifahrer oder Sehbehinderte sich auf dem Gelände gut zurechtfinden. „Wir sind eine integrative Schule“ sagt Ilka Wilke, „das wollen und müssen wir natürlich auch bei der Schulhofgestaltung bedenken.“

Landschaftsplaner Rob Grotewal hat Probesteine mitgebracht und einen Haufen Pläne: Der Bolzplatz soll ein Stück nach innen rücken, damit auch er wie der Rest des Grundstücks mit Sträuchern eingefasst werden kann. An der Uelzener Straße fehlt ein Stück Zaun, das muss mit Abschluss der Baustelle geschlossen werden. „Wo werden wir Schatten auf dem Grundstück haben“, fragt Lehrerin Catharina Voss, „und wo können die Taxis, die Schüler bringen, anhalten?“ Vieles will bedacht sein.

Und so ging es beim letzten Jour fixe direkt weiter: Holzrahmenbauer, Tischler, Dachdecker und Statiker hatten sich getroffen, um gemeinsam einen aktuellen Bauzeitenplan zu entwerfen. „Durch die Witterung, die uns viel mehr einschränkt, als es zunächst aussah, sind wir etwas in Verzug geraten“, moderierte Ralf Pohlmann die Sitzung an. Sein Wunsch: Die Gewerke sollten versetzt mit ihren Arbeiten anfangen und nicht, wie ursprünglich geplant, eines nach dem anderen. Herr Jander, der für die Holzrahmenbaufirma eigens aus Freiberg in Sachsen angereist ist, erläutert die Schwierigkeiten dabei: Arbeitssicherheit, Montageprobleme, der Kran. Eine so große Baustelle ist ein kompliziertes Puzzle.

Die Stimmung am großen Tisch im Architektenbüro blieb dennoch aufgeräumt und lösungsorientiert wie immer. Am Ende kam dabei eine große Tabelle heraus: Der Bauzeitenplan. Er wird im Laufe der nächsten Monate noch oft überarbeitet werden, und alle Gewerke bekommen ihn, denn in diesem Plan steht, welches Gewerk wann dran ist.

2014-02-17Auf der Baustelle geht es indessen in kleinen Schritten weiter: Die kalten Nächte machen es momentan unmöglich weiter zu mauern. „Die Steine sind nach so kalten Nächten gefroren und können nicht verarbeitet werden,“ erklärt Bauleiter Schoppe von  SBI-Bau. So bleibt den Beteiligten nur, einen guten Bauzeitenplan zu bauen, damit es bei guter Witterung schnell und reibungslos weitergehen kann.