Archiv des Autors: Vivian Rossau

Viel Bewegung auf dem Schulgelände

Bald ziehen die Schüler um, die alte Schule wird abgerissen

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Baggerführer Dirk Dohrendorf kommt zurück, um den Rest des alten Schulgebäudes abzutragen

Bauunternehmer Steffen Coßbau war Anfang Februar zum Jour Fixe im Architektenbüro geladen, um mit dem Heizungsingenieur Martin Kunze und dem Garten- und Landschaftsbauer Ulf Lahmann den Abriss des alten Schulgebäudes zu planen. Coßbau ist kein Mann von vielen Worten. Gibt es ein Problem, schaut er kurz vor sich hin und formuliert dann in knappen Sätzen die Fragen, die die Kuh vom Eis bugsieren. Eine Fernwärmeleitung verläuft mitten durch das Abbruchgebiet? Ein Schieber muss geschützt werden? Routiniert und professionell planen die drei Männer einen Ablauf, der alle Eventualitäten mit einbezieht. Ralf Pohlmann schaut ganz zufrieden – so lässt es sich arbeiten. Kompliziert wird es, weil auch das neue Hortgebebäude mit in die Planung einbezogen sein will – auch dorthin muss die Fernwärmeleitung einen Abzweig haben, und die Platte für das Gebäude soll im Frühling vorbereitet werden. „Kriegen wir hin“, sagt Steffen Cossbau. Weiterlesen

Erstes Kennenlernen

Taka-Tuka und Katthult treffen „Schul-Erfinder“

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Begrüßung im Wir-Raum durch Ralf Pohlmann

War die Baustelle bisher erfüllt von Säge-, Schleif- und Klopfgeräuschen, erschallten am Donnerstag Kinderstimmen im Wir-Raum des neuen Schulgebäudes. Die Erst- und Zweitklässler der Schule waren gekommen, um sich die Baustelle von Architekt Ralf Pohlmann erklären zu lassen und schon mal Tuchfühlung aufzunehmen. In etwa drei Wochen ziehen die Kinder ein und sind aufgeregt und fröhlich bei der Sache. Weiterlesen

Elektrik, Boden, Anstrich – fertig!

Nur noch wenige Gewerke sind auf der Baustelle

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Die Spachtelmasse, mit der die Böden vor dem Verlegen von Nadelfilz und Linoleum begradigt werden, bringt viel Wasser ins Gebäude: „/00 Liter bringt allein die Spachtelmasse, aber auch Farben und Kleber enthalten Wasser“, erklärt Ralf Pohlmann. Da heißt es: Heizen und Lüften, damit sich das viele Wasser wieder nach draußen verflüchtigen kann. Denn die Maler, die dabei sind, die Türzargen und Fensterbänke zu lasieren, brauchen trockene Untergründe.

Nachdem der Elektriker alle Deckenstrahler installiert hat, können nun die schönen bunten Deckenringe angebracht werden. Sie weisen mit ihren unterschiedlichen Farben auf die Lage der vier im Hauptgebäude der Schule untergebrachten Lernlandschaften hin.

Der Aufzug wurde von der Firma auf Sicherheit und Funktionalität getestet und läuft einwandfrei. Jetzt wird der Maler bald die Wände in den Toiletten streichen, die Trennwände werden eingezogen und alle Innentüren eingebaut.

„Bis die ersten Möbel aufgebaut werden, dauert es nicht mehr lange, aber wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Ralf Pohlmann.

Bald ziehen die Schüler ein

Bauarbeiten werden pünktlich abgeschlossen

Infrarotbild einer Eingangstür

Infrarotbild einer Eingangstür

„Der Ablauf auf der Baustelle ist prima“, freut sich Ralf Pohlmann bei einer Besprechung mit Bauherren und Schulleitung. Im Obergeschoss sind die Decken fast fertig eingezogen, im Erdgeschoss ist es ungefähr die Hälfte. Die Trockenbauer werden im Laufe der nächsten Woche ihre Arbeiten abschließen. Auch die Maler sind bald mit den Wänden fertig, es folgen die Anstricharbeiten am Holz. Innerhalb der nächsten zwei Wochen wird der Bodenleger versuchen, möglichst viele der Teppich- und Linoleumböden aufzubringen, die Trennwände für die Klos warten auch auf ihren Einbau. „Der Rest“ sagt Architekt Pohlmann „ist Kleinkram.“

Auf dem wöchentlichen Jour fixe tauschen sich Architekt und Bauherr, Schule und Gewerke aus, besprechen Probleme und entwickeln Ideen. Jetzt geht es um den reibungslosen Umzug. Wann können die Möbel aufgebaut werden? Wo kommen alte Regale und Tische hin? Was geschieht mit den Dingen, die niemand mehr haben möchte? Wer hilft schleppen?
Ende Februar werden die neuen dänischen Möbel aufgebaut – Tischeinheiten, Lehrerarbeitsplätze und Regale in den Lernlandschaften und Input-Räumen. Hinzu kommen die Garderoben, die zu jeder Lernlandschaft gehören.

Vor den Osterferien werden die Kinder ihre neue Schule beziehen, damit das alte Gebäude ausgeräumt und für den Abriss vorbereitet werden kann. Viele der Abbrucharbeiten werden dann in den Osterferien stattfinden.

An der CNC-Fräse

Diesen kleinen Film machte Ralf Pohlmann in der Tischlerei Lappe in Klein Grabenstedt. Der Film zeigt die Herstellung der Leuchtringe für die Deckenlampen an der CNC-Fräse.

Mit „Phase Null“ zum passenden Konzept

Eine Delegation der Samtgemeinde Aue besuchte die Baustelle

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Bevor eine Gemeinde ein Schulhaus baut, sollte sie auf jeden Fall mit den Nutzern des Gebäudes über die Anforderungen sprechen. Wie soll das Lernkonzept aussehen? Was brauchen die Schüler, um sich wohlzufühlen? In einer „Phase Null“, also einer Zeit der Bedürfnisermittlung und Entscheidungsfindung, die den folgenden Bauphasen vorgelagert ist, sollte eine Gemeinde sich klar werden über das passende Konzept und das dafür geeignete Schulhaus. Weiterlesen

Letztes Loch gestopft

Am Freitag baute die Tischlerei Dierksen die letzte fehlende Tür ein

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Pünktlich mit den ersten Schneeflocken ist die Baustelle in Clenze dicht und warm: Die Mitarbeiter der Tischlerei Dierksen passten am vergangenen Freitag die letzte fehlende Außentür ein, nun kann das Gebäude beheizt werden. „Das ist auch nötig, denn sonst würden Anstriche und Spachtelmassen gar nicht trocknen“, sagt Architekt Ralf Pohlmann. Auch die Bauarbeiter freuen sich über warme Hände beim Schrauben, Sägen und Streichen. Weiterlesen

Auch die Eltern sind zufrieden

Der Schulvorstand freut sich über den raschen Verlauf der Bauarbeiten

Vollen Einsatz zeigen diese beiden Arbeiter beim Anbringen einer Verkleidung an der Fassade

Vollen Einsatz zeigen diese beiden Arbeiter beim Anbringen einer Verkleidung an der Fassade

Schulleiterin Ilka Wilke hat kürzlich mit Vertretern der Clenzer Elternschaft gesprochen und konnte berichten, dass auch bei den Eltern die Freude über das schöne Gebäude und den reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten vorherrsche. Es gab die Sorge, dass Schwalben am abzureißenden Schulgebäude beim Nisten gestört werden könnten. Da das alte Schulhaus jedoch schon im März verschwinden wird, gibt es keine Probleme mit den Zugvögeln, die ihre Nester erst ab Mai bauen.

Im Gebäude laufen jetzt die Malerarbeiten. Der Asphalt ist fertig geschliffen und wird im Moment von einer Plane geschützt. Die Nahwärmestation ist im Schulhaus eingebaut, nun muss sie noch angeschlossen werden. Wenn dann alle Heizkörper hängen, kann das Gebäude bereits beheizt werden.

Auch draußen wird es wohnlich: Die Firma Lahmann ist dabei, die Tragschicht für den Asphalt aufzubringen und wird voraussichtlich noch bis Weihnachten mit ihren Arbeiten rings um das Schulhaus fertig werden. So können bald alle trockenen Fußes ins Gebäude gelangen.

 

Fußboden für den Wir-Raum

Der Gussasphalt-Boden wurde gegossen – bei 200 Grad Verarbeitungstemperatur

Für den Wir-Raum, den Werk-Raum, die Input-Räume mit Küche und die Flure haben Bauherren und Architekten gemeinsam mit den Lehrkräften einen dunkelgrauen Gussasphalt als Bodenbelag ausgewählt. „Ein bisschen elastischer“ als ein Betonboden sei der Belag, berichtet Ralf Pohlmann. Ansonsten ist er pflegeleicht, weil robust und leicht zu reinigen. Darüber hinaus sieht der Gussasphalt mit seiner terrazzo-ähnlichen Struktur auch noch schön aus. Weiterlesen

Die Estrich-Schlange

In allen Räumen des Schulneubaus ist ein Estrich-Boden geschüttet worden. Er dient als Unterlage für die endgültigen Bodenbeläge. In den Lernlandschaften wird es einen strapazierfähigen Nadelflies-Teppich geben, im Wir-Raum wird ein Guss-Asphalt für angenehmes Lauf-Gefühl sorgen.

Der Estrich, ein Gemisch aus Sand, Wasser und Zement wird „erdfeucht“ durch einen dicken Schlauch in den jeweiligen Raum gepumpt. „Die Konsistenz des Estrichs lässt den Schlauch tanzen“ erklärt Architekt Ralf Pohlmann. Wie eine dicke Boa wälzt sich also der zuckende Schlauch von Raum zu Raum. Wäre das Gemisch flüssiger, läge der Schlauch viel ruhiger da. Aber so viel Wasser kann auf der Baustelle niemand gebrauchen, und der Estrich bräuchte viel länger, um zu trocknen.

Ist die erdfeuchte Masse einmal an Ort und Stelle, wird sie mit einer Maschine von allen Unebenheiten befreit. Der ausführende Arbeiter auf dem Video trägt eine Art Schneeschuhe, um nicht in dem noch feuchten Fußboden zu versinken.

Inzwischen sind diese Arbeiten in allen Räumen abgeschlossen, weiter geht es mit dem Verputzen der Wände, dem Einbau von Türen und der Lüftungsanlage.

Im Außenbereich hat die Firma Ulf & Udo Lahmann GbR damit begonnen, die Abwasserleitungen für das Regenwasser zu graben.